Vom 24. Juli bis 16. August verwandelt sich das Dach des Haus am Dom in ein sommerliches Freiluftkino. Tickets ab sofort im Vorverkauf

Auf der Dachterrasse des Hauses am Dom, Domplatz 3, gibt es vom 24. Juli bis 16. August wieder sommerliches Freiluftkino mit der schönsten Aussicht der Stadt, dazu kühle Getränke und Knabbereien. Gezeigt werden acht aktuelle Spielfilme, sieben davon empfohlen von der Katholischen Filmkommission für Deutschland. Der Vorverkauf läuft ab sofort.
Das verbindende Moment der ansonsten recht unterschiedlichen Filme ist die Überraschung: Zarte Freundschaften in unerwarteten Konstellationen, Sterben und das, was davor kommt, überworfene Ideale, Kommunikation auf nonverbalen Wegen, Missbrauch und die Hilfe von Fremden in schlimmsten Momenten. Oft genug kommt es eben gerade nicht so wie erwartet. „Dann ist Resilienz wesentlich, um sich neu zu orientieren – davon handelt die diesjährige Filmauswahl“, sagt Prof. Dr. Joachim Valentin, Leiter des Hauses am Dom und der Katholischen Akademie in Doppelspitze mit Andrea Hörner. Diese ergänzt: „Das Sommerkino ist jedes Jahr eine der beliebtesten Veranstaltungsreihen im Haus am Dom. Für uns ist das eine wunderbare Gelegenheit, unsere fantastische Dachterrasse zu zeigen. Klar, dass Selfies mit Cocktails vor der Skyline an Kinoabenden immer dazugehören!“
Kinofans können sich freuen auf die Filme Sentimental Value (24.07., 01.08., 09.08.), Karla (25.07., 02.08., 10.08.), Was uns verbindet (26.07., 03.08., 11.08.), The Life of Chuck (27.07., 04.08., 12.08.), Mein Platz ist hier (28.07., 05.08., 13.08.), YES 29.07., 06.08., 14.08.), Triegel trifft Cranach (30.07., 07.08., 15.08.) und Silent Friend (31.07., 08.08., 16.08.).
Jeder der acht Filme wird an jeweils drei Abenden gezeigt. Filmstart ist um 20.30 Uhr. Bei Regen finden die Filmabende im Großen Saal statt. Der Eintritt kostet 11 Euro, ermäßigt, 9 Euro. Der Vorverkauf im Haus am Dom, Domplatz 3, Mo- Fr 9-17 Uhr, oder online unter https://hausamdom.reservix.de/events läuft ab sofort.
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Beschreibung der Filme:
Sentimental Value
24.07. 01.08. 09.08.
NOR 2025 | 133 Minuten, R: Joachim Trier Drama/Tragicomedy
Nach dem Tod ihrer Mutter müssen sich zwei Schwestern mit ihrem lange abwesenden Vater, einem Filmregisseur, arrangieren, der nach der Beerdigung plötzlich auftaucht. Der möchte seine ältere Tochter für die Hauptrolle in einem autobiografischen Film gewinnen. Als diese ablehnt, engagiert er eine Hollywood-Schauspielerin an ihrer Stelle. Der Film verwebt Trauer und Familienkonflikt zu einem vielschichtigen Drama, in dem Realität, Theater und Film immer wieder ineinander übergehen. – Sehenswert ab 14. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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Karla
25.07. 02.08. 10.08.
D 2025, R.: Christina Tournatzés Spielfilm, 104 Min
1962 läuft ein zwölfjähriges Mädchen seiner Familie davon und zeigt seinen Vater wegen sexuellen Missbrauchs an. Ein älterer Richter nimmt sich des Kindes an und bereitet es auf den Prozess vor, auch wenn er weiß, dass ihre Chancen für eine Verurteilung schlecht stehen. Das Mädchen scheut vor Details der Missbrauchstaten zurück, doch in intensiven Sitzungen finden die beiden nach und nach Wege, die Anklage zu formulieren. Das an einen realen Fall angelehnte Drama führt sensibel vor, wie aus wachsendem Respekt und Mitgefühl eine Nähe und gegenseitiges Vertrauen entstehen. – Sehenswert ab 16. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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Was uns verbindet
26.07. 03.08. 11.08.
Drama | F/B 2024 | 106 Minuten, R.: Carine Tardieu
Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich eine alleinstehende Buchhändlerin Mitte 50 bereit, auf deren kleinen Sohn aufzupassen. Als dann die Mutter bei der Geburt stirbt, entwickelt die Nachbarin zu dem Jungen, dem verwitweten Vater und dem Neugeborenen eine tiefe Bindung. Warmherziges Porträt einer Frau, die sich in einem Leben als Single eingerichtet hat, aber unversehens in eine Familie hineinwächst. Unaufgeregtes Drama mit überzeugenden Darstellern und liebevoll gezeichneten Figuren – Sehenswert ab 14. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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The Life of Chuck
27.07. 04.08. 12.08.
USA 2024 | 111 Minuten, R.: Mike Flanagan
Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King, entfaltet als Triptychon über die Schönheit und Tragik des menschlichen Daseins. In drei Kapiteln und umgekehrter Reihenfolge wird vom Sterben und Leben des titelgebenden Buchhalters erzählt. Nachdem es zunächst in apokalyptisch überhöhter Form um den Tod geht, wird in der Biografie des Protagonisten zurückgeblättert, der ein erfülltes Leben führt. Der Film überzeugt durch Darsteller und Qualität des Stoffs. – Ab 14. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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Mein Platz ist hier
28.07. 05.08. 13.08.
OmU, Drama | It/D 2024 | 106 Minuten, R.: Cristiano Bortone
Als eine ledige Mutter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem süditalienischen Dorf an einen derben älteren Bauern verheiratet werden soll, entspinnt sich eine zarte Freundschaft mit dem schwulen Assistenten des Pfarrers, der die Eheschließung planen soll, ihr insgeheim aber neue Horizonte eröffnet. Ein vor allem atmosphärisch und darstellerisch kraftvolles Drama, das seine emanzipatorische Botschaft in den Kontext eines historischen Umbruchs in der nostalgisch ausgeleuchteten Landschaft Süditaliens bettet. – Ab 16. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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YES
29.07. 06.08. 14.08.
Drama | F/D/Isr/Zyp 2025 | 151 Minuten, R.: Nadav Lapid
Kurz nach dem Massaker des 7. Oktobers biedert sich ein israelischer Pianist bei der reichen Obrigkeit an. Als er für einen Oligarchen eine neue kämpferische Nationalhymne komponieren soll, droht er an seinen verratenen Idealen zu zerbrechen. Eine grelle Satire, die mit expressivem Schauspiel und experimenteller Montage zunächst den nationalistischen Teil der Gesellschaft karikiert und sich an der Grenze zu Gaza wandelt zu einer Reflexion über die Zerrissenheit Israels. Ein vielschichtig, ambitioniert inszenierter Film, der vor Theatralität und grob geschnitzten Kritik nicht zurückschreckt. – Ab 16.
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Triegel trifft Cranach
30.07. 07.08. 15.08.
D 2023 | 111 Minuten, R.: Paul Smaczny
Dokumentarfilm über den Leipziger Maler Michael Triegel, der den im 16. Jahrhundert zerstörten Mittelteil des Cranach-Altars im Naumburger Dom neugestaltet. Über mehrere Jahre begleitet der Film den Künstler bei der Arbeit im Atelier und auf Reisen zu den Quellen der Renaissance. Dabei entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Malers, der altmeisterliche Techniken bewusst als zeitgenössisches Ausdrucksmittel begreift. Zugleich thematisiert der Film die Kontroversen um Denkmalschutz, religiöse Bildtraditionen und den UNESCO-Welterbestatus des Doms. – Sehenswert ab 14. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.
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Silent Friend
31.07. 08.08. 16.08.
Drama, HU/F/D2025 | 147 Minuten, R.: Ildikó Enyedi
Zu Beginn der Corona-Pandemie, sitzt ein asiatischer Neurowissenschaftler auf dem Campus der Uni Marburg fest. In der Isolation wendet er sich, inspiriert von einem alten Gingkobaum im Botanischen Garten, der Kommunikation von Pflanzen zu. Seine Geschichte wird mit zwei anderen Schicksalen verquickt, deren Zeuge der prächtige Baum wurde: Anfang des 20. Jahrhunderts kämpfte eine Botanik-Studentin mit patriarchalen Vorurteilen, und in den 1970er-Jahren lernte ein Student eine Kommilitonin kennen, die sich für die Kommunikation von Pflanzen begeistert. So entsteht ein zartes Hohelied auf die Fähigkeit, neugierig nach Horizonterweiterung zu streben. Durchdachte Bildsprache und ein feiner Sinn für Humor runden den Film ab. – Sehenswert ab 14. Von der Katholischen Filmjury empfohlen.