Das Jugend- und Sozialamt weitet sein digitales Angebot für Senior:innen aus

Informationen, Kursangebote oder Treffen: Immer mehr Angebote des täglichen Lebens sind digital. Damit ältere Menschen mit geringem Einkommen dabei nicht außen vor bleiben, unterstützt das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt die digitale Teilhabe. Diese Unterstützung ist ab dem vierten Quartal in jedem Frankfurter Sozialrathaus verfügbar.
Frankfurter:innen ab 65 Jahren, die Sozialleistungen beziehen – beispielsweise Grundsicherung oder Wohngeld – oder einen Frankfurt-Pass besitzen, können eine Pauschale von 250 Euro für die Anschaffung eines digitalen Endgeräts erhalten. Der Zuschuss kann für einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone genutzt werden.
Das Angebot war zunächst in den Sozialrathäusern Bockenheim, Gallus und Ost gestartet. Nun kann die Unterstützung in allen Frankfurter Sozialrathäusern angefragt werden. Interessierte wenden sich an das für sie zuständige Sozialrathaus.
„Frankfurt steht für soziale Sicherheit: Mir ist es daher wichtig, gezielt dort zu investieren, wo digitale Veränderungen oft die größten Hürden schaffen – bei älteren Menschen mit geringem Einkommen“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl.
„Nicht alle älteren Menschen können die Chancen der Digitalisierung nutzen. Oft fehlen digitale Kenntnisse oder schlicht die finanziellen Mittel für ein Smartphone, Tablet oder einen Laptop. Wenn dadurch Teilhabe im Alter erschwert wird, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen. Deshalb wollen wir die Menschen gezielt unterstützen“, sagt Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes Frankfurt.
Neben der finanziellen Unterstützung für ein digitales Endgerät gibt es kostenlose digitale Schulungsangebote für ältere Menschen. Sie richten sich insbesondere an Menschen, die bisher wenig Erfahrung mit digitalen Medien haben. Die Schulungen sollen dabei helfen, digitale Angebote sicher und selbstständig im Alltag zu nutzen.
Die Angebote sind Teil des Projekts „Digitale Teilhabe im Alter – Quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main“ (DiTA), welches das Jugend- und Sozialamt gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences umsetzt. Das Vorhaben wird bis Mai 2027 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Möglich wird die finanzielle Unterstützung für die digitalen Endgeräte durch eine Förderung des Frankfurter Almosenkastens in Höhe von 26.000 Euro.
„Unser Ziel ist klar: Ältere Menschen sollen nicht von wichtigen Angeboten und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, nur weil vieles heute digital funktioniert. Mit der Ausweitung auf alle Sozialrathäuser machen wir die Unterstützung noch leichter erreichbar und bringen sie näher zu den Menschen“, so Nanine Delmas.
Eine Übersicht der Unterstützungsmöglichkeiten und weitere Informationen gibt es bei der Leitstelle Älterwerden: Weitere Informationen zu „Digitale Teilhabe im Alter – DiTA“