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Von den „Rosa Paten“ zu den „RegenbogenBuddies“

Foto: Unsplash/ Ole Kloth

Nach über 20  Jahren erfolgreicher Arbeit wandelt sich das Frankfurter Projekt „Rosa Paten“ der AIDS-Hilfe Frankfurt e. V. (AHF) in eine neue, inklusive Form. Ab sofort heißt der ehrenamtliche Besuchsdienst für ältere queere Menschen „RegenbogenBuddies“. Der neue Name steht für Vielfalt, Offenheit und gegenseitige Unterstützung und spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte wider. Während die „Rosa Paten“ (siehe auch SFiB Ausgabe 4 2024, S. 36f.) ursprünglich gegründet wurden, um älteren homosexuellen Männern – häufig auch mit HIV-Diagnose – soziale Teilhabe und persönliche Begleitung zu ermöglichen, richtet sich das Nachfolgeprojekt „RegenbogenBuddies“ nun an alle queeren Senior:innen: lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und nicht-binäre Menschen. Schließlich erleben viele queere Senior:innen erleben im Alter Einsamkeit und Isolation, oft als Folge lebenslanger Diskriminierung und fehlender familiärer Bindung. Klassische Altenhilfe-Angebote sind häufig nicht auf queere Lebensrealitäten eingestellt und werden deshalb wenig in Anspruch genommen.

Vielfalt und Verantwortung

Hier setzen die RegenbogenBuddies an: Mit einem Peer-to-Peer-Ansatz, der Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, schaffen sie Vertrauen, Zugehörigkeit und neue soziale Verbindungen. Die langjährige Erfahrung der Rosa Paten bildet dabei das Fundament für den Neustart: bewährte Strukturen, Schulungskonzepte und Supervision bleiben erhalten, werden aber um queersensible Inhalte und inklusive Ansprache erweitert. Ein Zeichen für Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung. Mit der Transformation des Projekts reagiert die AHF auf den bundesweiten Aktionsplan „Queer Leben“, der betont, dass ältere LSBTIQ-Personen stärkere Unterstützung und Teilhabe in der Altenhilfe benötigen. Das Projekt versteht sich somit nicht nur als soziales Angebot, sondern auch als gesellschaftliches Signal: Solidarität, Sichtbarkeit und gegenseitige Wertschätzung dürfen nicht an Altersgrenzen enden. „Die RegenbogenBuddies sind mehr als ein Besuchsdienst – sie sind Ausdruck einer Haltung“, sagt Roland Marzinowski, Projektleiter bei der AHF, „Sie stehen für eine queere Kultur des Kümmerns und der Zugehörigkeit – über Generationen hinweg.“
Queere Senior:innen, die sich Begleitung, Austausch oder Unterstützung wünschen, können sich vertrauensvoll an die AHF wenden. Ebenso werden engagierte Menschen gesucht, die als Ehrenamtliche queere Senior:innen begleiten und stärken möchten.

Weitere Infos:

AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.
Friedberger Anlage 24
60316 Frankfurt
Telefon: 0 69 / 40 58 68 0
E-Mail: info@ah-frankfurt.de
www.ah-frankfurt.de

Ansprechperson RegenbogenBuddies: Roland Marzinowski
Telefon: 0 69 / 40 58 68 59
E-Mail: regenbogenbuddies@ahfrankfurt.de