Aktuelle Ausgabe zum Lesen  eye   zum Hören  ear
Schriftgröße  

Das Jugend- und Sozialamt fördert digitale Teilhabe und unterstützt Frankfurt:innen 65+ mit geringem Einkommen mit kostenlosen Schulungen und Zuschüssen für digitale Endgeräte

Foto: Center for Aging Better/ unsplash

Viele alltägliche Angebote sind heute digital: Termine bei der Ärztin oder dem Arzt vereinbaren, Fahrkarten kaufen, mit Familie und Freund:innen in Kontakt bleiben oder Informationen abrufen.
„Aber nicht alle älteren Menschen können diese Möglichkeiten nutzen, oft fehlen digitale Kenntnisse oder die finanziellen Mittel für ein Smartphone, Tablet oder einen Laptop. Und dann ist Teilhabe im Alter fast unmöglich, und das geht nicht, dagegen wollten wir unbedingt etwas tun“, betont Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes Frankfurt.
Um die digitale Teilhabe älterer Menschen zu stärken, setzt das Jugend- und Sozialamt gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences das Projekt „Digitale Teilhabe im Alter – Quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main“ (DiTA) um. Das Vorhaben wird bis Mai 2027 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Im Mittelpunkt stehen ältere Frankfurter:innen, die bislang nur wenig Zugang zu digitalen Angeboten haben. Besonders berücksichtigt werden Menschen mit geringem Einkommen und andere benachteiligte Gruppen.
Im Rahmen des Projekts werden bestehende digitale Angebote für ältere Menschen in Frankfurt erfasst und gemeinsam mit Trägern, Initiativen und Fachkräften weiterentwickelt.
„Immer mehr Entscheidungen des Alltags werden digital getroffen – vom Arzttermin bis zum Behördengang. Am digitalen Leben teilzunehmen, heißt heute, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ich will, dass ältere Menschen auch in einer digitalen Stadt ihren Alltag selbstbestimmt gestalten können. Deshalb investieren wir nicht nur in digitale Geräte, sondern auch in das Wissen und die Begleitung, die ältere Menschen mit geringem Einkommen dafür brauchen. Mit diesem Projekt stärkt Frankfurt erneut die Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben – eine der Grundaufgaben guter Stadtpolitik“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl.

250 Euro Zuschuss
Der Handlungsbedarf im Bereich Zugang zu digitalen Geräten und digitalen Bildungsangeboten für vulnerable Gruppen, die beispielsweise von Armut im Alter betroffen sind, ist groß: Das Angebot „Digitale Schulungsangebote und Grundausstattung 65+“ nimmt die Sozialbezirke in den Fokus, in denen der Bedarf an Teilhabe-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Ältere besonders hoch ist.
250 Euro Zuschuss für digitale Endgeräte wird in den Sozialrathäusern Bockenheim, Gallus und Ost zur Verfügung gestellt für Frankfurter:innen ab 65 Jahren, die aktuell Sozialleistungen erhalten – beispielsweise Grundsicherung, Wohngeld oder einen Frankfurt-Pass besitzen. Der Zuschuss dient der Anschaffung eines Laptops, Tablets oder Smartphones.
Kostenlose digitale Schulungsangebote für die Zielgruppe (Frankfurter:innen 65+, die Sozialtransfer beziehen, bzw. Frankfurter:innen über 75 Jahren) werden aktuell erarbeitet. Zudem ist es durch die Mittel des Almosenkastens in allen digitalen Angeboten für ältere Menschen in Frankfurt möglich, kostenfrei teilzunehmen. Eine Übersicht der Angebote gibt es bei der Leitstelle Älterwerden (www.frankfurt.de/aelterwerden).
Möglich macht dies eine Förderung des Frankfurter Almosenkastens in Höhe von 26.000 Euro.