In der Sprechzeit am 9. April beantworten Expert:innen von 16 bis 19 Uhr Fragen rund um die Diagnose Parkinson unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/5332211.

In Deutschland leben etwa 400.000 Menschen mit Parkinson, der zweithäufigsten neurodegenerativen Erkrankung nach Alzheimer. Ursache ist das Absterben von Gehirnzellen, die an der Produktion und Speicherung von Dopamin beteiligt sind, einem wichtigen Botenstoff für die Steuerung von Bewegungsabläufen. Der Dopaminmangel führt unter anderem zu Zittern, Muskelsteifheit, verlangsamten Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen.
Eine Parkinson-Diagnose verändert die Lebensperspektive grundlegend. Ungewissheit und Ängste sind besonders zu Beginn groß: Eine Zukunft mit dieser Erkrankung – wie soll die aussehen? Zunächst einmal hilft es, sich einen Überblick über die Erkrankung, ihre Behandlungsmöglichkeiten und den möglichen Verlauf zu verschaffen. Wer gut informiert ist, fühlt sich der Krankheit weniger ausgeliefert und kann bessere Therapieentscheidungen in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt treffen.
Da Parkinson individuell sehr unterschiedlich verläuft, ist eine aufmerksame Beobachtung wichtig, um auf Nebenwirkungen oder Veränderungen schnell zu reagieren. Wichtig zu wissen ist, dass es auch bei fortgeschrittener Erkrankung Therapieoptionen gibt.
Neben den unmittelbaren körperlichen Folgen der Erkrankung macht den Betroffenen die emotionale und psychische Belastung zu schaffen. Gespräche mit Partner:innen, Familie oder Freund:innen fallen oft schwer. Ängste um Beruf, Selbstständigkeit und finanzielle Absicherung kommen hinzu.
Bis zu 40 Prozent der Erkrankten entwickeln depressive Verstimmungen2, weshalb die psychische Betreuung heute fester Bestandteil der Therapie ist. Gleichzeitig stellen Beratungsangebote und Patientenorganisationen sicher, dass Erkrankte und ihre Angehörigen Unterstützungsangebote wahrnehmen und sich mit anderen Betroffenen austauschen können. Denn die Folgen der bis heute nicht heilbaren Erkrankung betreffen alle Lebensbereiche und werfen bei Betroffenen und Angehörigen viele praktische und emotionale Fragen auf.
Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags 2026 informieren deshalb die Expert:innen der Parkinson Stiftung am Lesertelefon.
Expert:innen am gebührenfreien Lesertelefon: 0800/ 5332211
- Priv.-Doz. Dr. med. Eva Schäffer; Fachärztin für Neurologie; Leitung der Ambulanz für Früherkennung Parkinson; Oberärztin an der Klinik für Neurologie, Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Campus Kiel
- Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder; Fachärztin für Neurologie; ehem. Chefärztin der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel; Zweite Vorsitzende des Vorstands der Parkinson Stiftung
- Prof. Dr. med. David Pedrosa; Facharzt für Neurologie und Intensivmedizin; Leitender Oberarzt, Leiter Bereich Parkinson und Neuromodulation, Universitätsklinikum Marburg
- Univ.-Prof. Dr. med. Michael Barbe; Professur für neurologische Bewegungsstörungen; Oberarzt, Leiter des Parkinson Netzwerkes, Leiter der AG Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Köln
- Dr. med. Andreas Becker; Facharzt für Neurologie und Intensivmedizin; Chefarzt der Abteilung für Neurologie, Ärztlicher Direktor des SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg