Am 30. September wird St. Michael als Begräbniskirche eröffnet. Die ersten Urnen wurden bereits bestattet.

Seit die Begräbniskirche St. Michael Mitte Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat sich alles verändert. Zwar waren die zwölf offenen, mit verschiedenfarbigen Glasplatten verkleideten Ringe, die künftig Platz für bis zu 2500 Urnen bieten sollen, auch schon im Juni fertig. Doch mittlerweile sind die ersten Urnen eingezogen – und haben im letzten Schritt das viele Jahre erdachte Konzept Begräbniskirche zur Wirklichkeit werden lassen. Elf Menschen haben seitdem dort ihren Platz gefunden. Und 200 weitere haben sich ihre spätere Ruhestätte bereits durch eine Reservierung zu Lebzeiten gesichert.
Das Interesse an dem Projekt, das bereits 2015 angestoßen wurde, ist groß. „Wir sehen uns nicht in Konkurrenz zum Hauptfriedhof, das zeigt sich auch in der Preisgestaltung, die sich an der des Hauptfriedhofs orientiert“, sagt Verena Maria Kitz, die Leiterin des Fachzentrums Trauerseelsorge im Bistum Limburg.
Nun, da es das Angebot gibt, kommen viele Interessierte und auch Neugierige zu den Öffnungszeiten in die Kirchen und überlegen, ob eine Bestattung dort auch für sie selbst infrage kommt.
Am Mittwoch, 30. September, wird die neue Begräbniskirche St. Michael offiziell mit einem „Abend der Begegnung“ ab 17 Uhr eröffnet. Besucher:innen haben die Möglichkeit, die neu gestaltete Kirche kennenzulernen, Einblicke in das Konzept der Begräbniskirche zu erhalten und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Zur Eröffnung um 17 Uhr führt Projektarchitekt Jonas Hartwig vom Frankfurter Architekturbüro Meixner-Schlüter-Wendt durch das Gebäude. Um 18 Uhr werden Kurzgeschichten aus dem Buch „Ich wohne bald im Zeitlosraum“ gelesen. Es folgen um 19 Uhr Orgelmusik und Lieder über Trauer und Hoffnung mit Lukas Kienast. Den Abschluss bilden ein Segen und der gemeinsame Ausklang um 20 Uhr.
Zwischen den Programmpunkten besteht Gelegenheit zu Begegnung und Austausch in und um die Begräbniskirche. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Infos über das aktuelle Programm und die Begräbniskirche gibt es auf https://begraebniskirche.de