Führung über die Baustelle des Bolongaropalasts am 17. Juli mit Silke Wustmann

Der Bolongaropalast in Höchst gilt als einer der größten spätbarocken Palastbauten, die nördlich der Alpen von bürgerlichen Bauherren errichtet wurden. Zur Zeit ist er eine Baustelle, doch bis Sommer 2027 verwandelt er sich in ein Museum und kulturelles Zentrum für den Frankfurter Westen.
Die aktuellen Bauarbeiten geben Gelegenheit, mehr über den Palast in Höchst zu erfahren. Die Frankfurter Kunsthistorikerin und Bolongaro-Spezialistin Silke Wustmann lädt am Freitag, 17. Juli, um 15 Uhr zu einer Führung über die Baustelle ein. Die Spurensuche in die Vergangenheit des Bauwerks reicht vom 18. bis ins 21. Jahrhundert hinein und gibt Einblicke in Architektur und Geschichte des Gebäudes und seine wechselnden Funktionen.
Die Brüder Bolongaro hatten ihr Vermögen im 18. Jahrhundert vor allem mit Tabak
erwirtschaftet. Der Bau des Palastes war Ausdruck dieses Erfolges, Produkt eines Streits mit Frankfurt und zugleich strategisch klug gewählt: in unmittelbarer Nähe zur Handelsmetropole und gut angebunden an die Wasserwege des Mains. Mit über 200 Räumen, einer rund 120 Meter langen Straßenfassade und einer repräsentativen Gartenseite mit Blick auf Nidda und Main dokumentiert das Gebäude eindrucksvoll den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg seiner Erbauer.
Obwohl das Gebäude 1775 weitgehend fertiggestellt war, wurde es bereits weniger als zehn Jahre später nicht mehr von der Familie selbst genutzt. Die Gründe dafür sowie die weiteren Entwicklungen des Palastes stehen im Mittelpunkt der Führung, die etwa 1,5 Stunden dauert.
Die Führungsgebühr beträgt fünf Euro. Eine Anmeldung erfolgt über den Besucherservice, montags bis freitags 10 bis 16 Uhr, per E-Mail an besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de oder telefonisch an 069/212-35154. Die Teilnahmegebühr ist vor Ort in bar zu zahlen, der Betrag soll möglichst passend mitgebracht werden.