Übernachtungsplätze, Straßenambulanz und Kältebus helfen, Not während der Wintermonate zu lindern
In Frankfurt stehen in diesem Winter mehr als 630 Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen zur Verfügung. Erst im August und September wurden von Caritas und Diakonie in vier Unterkünften insgesamt 175 Plätze neu geschaffen. Seit Anfang Oktober fährt wieder der Kältebus des Frankfurter Vereins jede Nacht durch die Stadt und bringt Obdachlose zu Übernachtungsplätzen oder versorgt sie vor Ort mit dem Nötigsten, falls sie im Freien schlafen möchten. Zusätzlich sind auch in diesem Jahr Mitarbeiter:innen der aufsuchenden Sozialarbeit sowie der Elisabeth-Straßenambulanz unterwegs und bieten unter anderem medizinische Hilfe.
„Frankfurt bietet mit seiner Obdachlosenhilfe eine verlässliche soziale Infrastruktur“, sagt Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl. „Die Botschaft ist klar: Frankfurt ist eine sozial sichere Stadt. Hier kann sich jeder darauf verlassen, dass die Stadt für ihn oder sie da ist, wenn es darauf ankommt“, sagt sie.
„Zusammen sichern wir in Frankfurt ein engmaschiges Netz an sozialen Hilfen“, betont auch Ralph Rußmann, Abteilungsleiter des Caritasverbands Frankfurt. „Die enge Kooperation der Träger hat in vielen Jahren Erfahrung gezeigt, dass die Not gemeinsam zu lindern ist“, sagt Christine Heinrichs vom Frankfurter Verein. „Auch Dank der aufmerksamen Bürger kann Menschen geholfen werden.“
Schätzungen zufolge leben in Hessens größter Stadt rund 300 obdachlose Menschen. Die Übernachtungsstätte in der U-Bahn Station Eschenheimer Tor mit ihren 150 Schlafplätzen wurde im Sommer geschlossen. Sämtliche Notübernachtungen werden von Freien Trägern der Wohlfahrtspflege im Auftrag der Stadt betrieben.
Der Kältebus ist unter der Telefon 069/431414 erreichbar, wenn Passant:innen hilflose Menschen im Freien antreffen. Die Hotline „Not sehen und helfen“ der Stadt Frankfurt unter Telefon 069/212-70070 ist rund um die Uhr erreichbar.